Cornelia Mahler, Susanne Jank, Bernd Reuschenbach, Joachim Szecsenyi 

  Pflegewissenschaft E-First! , 8 Seiten

  Pflegewissenschaft First! (E) , 8 pages

„Komm, lass uns doch schnell mal den Fragebogen übersetzen“ – Richtlinien zur Übersetzung und Implementierung englischsprachiger Assessment-Instrumente

„Let’s Quickly Translate this Questionnaire” – Guidelines for Translation and Implementation of English-Language Assessment Instruments

Abstract: Abstract:
Wenige deutschsprachige Assessment-Instrumente stehen einer Vielzahl internationaler Pflegeassessments gegenüber. Alternativ zur oft sehr aufwändigen Neuentwicklung eines Assessments scheint die Übersetzung solcher Instrumente als leichte Aufgabe. Dabei muss jedoch eine Vielzahl von Kriterien und Richtlinien beachtet werden. Der Beitrag beschreibt die Grundregeln, die bei der Übersetzung von Assessment-Instrumenten zu beachten sind und zeigt, inwieweit die Art der Übersetzung die Testgütekriterien und die Eignung des Fragebogens beeinflussen kann. International entwickelte und anerkannte Richtlinien zur Übersetzung (Principles of Good Practice) werden vorgestellt. Beispielhaft werden die Übersetzungsschritte des englischsprachigen SIMS-Fragebogens (The Satisfaction with Information about Medicines Scale; Horne; 2001) anhand der Richtlinien dargestellt. Die SIMS erfasst die Zufriedenheit von Patienten mit den Informationen, die sie zu ihrer Medikation erhalten haben. Folgende Erkenntnisse lassen sich für den Übersetzungsprozess ableiten: (1) Die Übersetzung sollte sich an anerkannten Richtlinien orientieren. (2) Eine rein semantisch-syntaktische Übersetzung erfasst nicht die subjektive Sichtweise der Befragten zu einem spezifischen Phänomen. (3) Sprachliche und kulturelle Unterschiede sind zu beachten. (4) Eine mehrstufige Vorgehensweise sollte vorgenommen werden, um die Übersetzungsqualität zu erhöhen. (5) Testtheoretische Gütekriterien müssen für das übersetzte Instrument erneut geprüft werden. Die Entwicklung von international standardisierten Instrumenten ermöglicht den länderübergreifenden Vergleich von Studienergebnissen.

Only a small number of assessment instruments have been developed in Germany whereas, on the other hand, a large number of international nursing assessments exist. At first glance it seems a lot easier to translate one of those existing instruments instead of going through the labourintensive and time-consuming development of a new one. However, a number of aspects and methodological issues need to be taken into account in the translation process. This article describes basic rules and regulations which need to be addressed when translating instruments and shows in which way the translation method chosen can influence psychometric properties. Internationally accepted guidelines and Principles of Good Practice are displayed. As an example the translation process of the English version of SIMS (The Satisfaction with Information about Medicines Scale, Horne; 2001) according to the guidelines is displayed. The following conclusions can be derived for the translation process. (1) The translation process should follow standardized guidelines. (2) Simple direct translation will not capture subjective views to a specific concept. (3) Language and cultural issues need to be taken into account. (4) A multistep approach should be taken to ensure quality. (5) Psychometric properties must be tested in the translated version. The development of internationally standardized instruments enables cross-country comparison of study results.
Schlüsselwörter:
Keywords:
  • Übersetzungsrichtlinien
  • Übersetzungsmethoden
  • kulturelle Adaptation
  • Gütekriterien
  • SIMS
  • Translation guidelines
  • Translation methods
  • Cultural adaptation
  • Psychometric properties
  • SIMS
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Zitation:
Cornelia Mahler, Susanne Jank, Bernd Reuschenbach, Joachim Szecsenyi: „Komm, lass uns doch schnell mal den Fragebogen übersetzen“ – Richtlinien zur Übersetzung und Implementierung englischsprachiger Assessment-Instrumente, Pflegewissenschaft First! (E). Online im Internet: http:/www.printernet.info/detail.asp?id=827 vom 10.09.2010

DOI: 10.3936/827 DOI-Website

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