| Manuela Grieser, Christoph Abderhalden | ||||||||||||
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Mit den Bologna- und Kopenhagener Prozessen haben viele westeuropäische Länder Reformen im (Aus-)Bildungssystem durchgeführt mit dem Ziel einer einheitlichen und marktfähigen europäischen Bildungsplattform und einem Paradigmenwechsel in der Vermittlung ausbildungsrelevanter Inhalte. In der Schweiz und in Deutschland verändert sich seither die Bildungslandschaft in der Psychiatrischen Pflege. In der Schweiz werden spezialisierte psychiatrische Grundausbildungen zugunsten generalistischer Ausbildungen abgelöst mit der Möglichkeit auf spezialisierte Nachdiplom-Ausbildungen. In Deutschland und der Schweiz werden Bildungsgänge inhaltlich umstrukturiert, um der Veränderung von Inputorientierung (Lehren durch Lehrer) hin zur Outcomeorientierung (selbstgesteuertes Lernen zum Kompetenzerwerb) zu vollziehen.
Die Outcomeorientierung in der Berufsausbildung und die Nachfrage nach einem internationalen Vergleich der Berufsausbildungen lassen den Bedarf nach definierten beruflichen Kompetenzen deutlich werden. Für die psychiatrische Pflege gibt es bisher kein einheitliches Kompetenzraster. In der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, über welche Kompetenzen psychiatrische Pflegefachpersonen verfügen müssen. In Experteninterviews wurden mittels der critical incident-Technik Fallerzählungen erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es entsteht ein Kompetenzraster, welches sich in Fach-, Methoden-, Sozial- und Personale Kompetenzen gliedert. Die ermittelten Kompetenzen haben Potential, in die Curriculumplanung und -evaluation sowie in die Personalentwicklung einzufließen.
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As a consequence of the Bologna and Copenhagen processes, many Western European countries reformed their education and training systems aimed at establishing a uniform and marketable European formation platform and promoting a shift of paradigms in teaching strategies.
As a result of this, professional training in Switzerland and Germany is fundamentally changing. In Switzerland, specialised basic education programmes in psychiatric nursing are being replaced in favour of generalist formations with the possibility of a specialised post-graduate training. In both countries, curriculas are being redesigned in their content to implement the shift from input-governed learning (teaching by teachers) towards outcome- oriented learning (self-directed acquirement of competencies). The outcome orientation in vocational education and the demand for international comparability of professional trainings clearly underpin the need for explicit operational definitions of professional expertise. So far, a uniform grid of competencies for psychiatric nursing is lacking. The aim of the present study is to identify essential competencies for psychiatric nursing. Employing the critical incident technique, a series of expert interviews was conducted to collect case histories, which were subjected to qualitative analysis of content. The resulting grid of competencies includes professional, method, social, and personal skills. The framework of competencies identified has the potential to inform curricula development and evaluation, as well as human resources development. |
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Zitation: 1-2010: Berufliche Kompetenzen in der Psychiatrischen Pflege | ||||||||||||
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